Freischalten und druckentlasten: Vor allen Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten muss die Stromversorgung getrennt und mit einem Warnschild „Nicht bedienen“ gesichert werden; außerdem ist sicherzustellen, dass der gesamte Systemdruck abgelassen ist und kein Restdruck verbleibt.
Schmieröl ablassen: Anlage abschalten und das Öl aus dem Ölbehälter ablassen. Dazu den Kompressor zunächst 5 Minuten laufen lassen, damit die Öltemperatur über 50 °C steigt und die Viskosität sinkt; dann das Ablassventil am Boden des Öl-Luft-Behälters langsam öffnen und das Altöl ablassen.
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Alten Wellendichtring ausbauen: Motor und Kupplung demontieren, den Dichtungsdeckel abnehmen und den alten Wellendichtring vorsichtig herausnehmen.
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Umfassende Prüfung: Prüfen Sie, ob die Hauptwellenoberfläche glatt ist und keine Korrosion, Riefen oder Verschleiß aufweist. Bei leichten Schäden lässt sich die Oberfläche mit Schleifpapier der Körnung 800 oder feiner nacharbeiten; bei schweren Schäden muss die Hauptwelle ersetzt werden.
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Prüfen Sie die Dichtflächen (Drehring, Festring) auf Kratzer oder Verformung und die O-Ringe auf Alterung und Beschädigung.
1. Dichtmittel auftragen: Auf der Innenseite des abgenommenen Dichtungsdeckels gleichmäßig etwas Dichtmittel auftragen und mit dem Finger verstreichen.
2. Neuen Wellendichtring einpressen: Den neuen hochwertigen Wellendichtring am Deckel ausrichten, mit der alten ringförmigen Buchse fest andrücken und sicherstellen, dass er vollständig sitzt und in der Nut liegt. Überschüssiges Dichtmittel, das beim Einpressen austritt, entfernen.
3. Fett auftragen: Auf der Innenwand des Wellendichtrings ringsum gleichmäßig eine Schicht Fett auftragen, um die Schmierung vorzubereiten.
4. Aggregat-Stirnfläche vorbereiten: Am Außenrand der Montagestirnfläche des Aggregats eine Runde Dichtmittel auftragen und mit dem Finger verstreichen.
5. Deckel montieren: Ein dünnes Kunststoffblatt besprühen, einrollen und als Führung über die Hauptwelle schieben. Den bereits mit dem Wellendichtring bestückten Deckel ausrichten, auf die Gewindebohrungen setzen und entlang des Kunststoffblatts langsam abschieben, bis beide Seiten vollständig anliegen.
6. Schrauben festziehen: Alle Schrauben fest anziehen. Das Anzugsdrehmoment des Deckels muss unbedingt den Vorgaben des Gerätehandbuchs entsprechen (üblicherweise 25–35 N·m), um zu festes Anziehen oder Lockern zu vermeiden.
Orientierung: Die Seite mit der Feder zeigt üblicherweise nach außen (zur Nicht-Ölseite), ebenso die Seite mit Buchstaben bzw. Typenbezeichnung; eine verkehrte Montage führt zu sofortigem Ölaustritt und zum Ausfall.
Schutz der Dichtlippe: Beim Überführen über Passfeder und Gewinde muss die Dichtlippe mit einer Schutzhülse oder Klebeband umhüllt werden, damit scharfe Kanten die Gummilippe nicht einkerben (eine beschädigte Lippe ist die Hauptursache für Ölverlust).
Bauteilauswahl: Bevorzugen Sie Originalteile oder hochwertige Dichtelemente; minderwertige Wellendichtringe verformen sich leicht und werden undicht. Vor der Montage unbedingt Wellendurchmesser und Lagerzustand prüfen.
Umgebungsbedingungen: Die Arbeitsfläche während des gesamten Vorgangs sauber halten; selbst feinste Staubpartikel an der Dichtfläche können zu vorzeitigem Ausfall führen. Fehlen Spezialwerkzeuge (etwa Abzieher, Einpresshülse) oder lässt sich der Verschleißzustand des Wellenhalses nicht beurteilen, wenden Sie sich bitte an Fachpersonal für die Instandsetzung, damit sich das Problem nicht ausweitet.
Verschleißteile wechseln: Ölfilterelement wechseln, Ölbehälter und Ölkreislauf reinigen, Ölschlamm und Verunreinigungen entfernen.
Neues Öl einfüllen: Über die Einfüllöffnung Schraubenkompressoröl gemäß Norm einfüllen, bis der Ölstand im markierten Bereich liegt, und auf Dichtheit prüfen.
Probelauf: Kompressor 30 Minuten im Leerlauf laufen lassen und die Wellenstirnseite auf Leckage prüfen; dann 1–2 Stunden unter Last laufen lassen, erneut auf Leckage prüfen und die Temperatur am Wellenende überwachen, um Auffälligkeiten auszuschließen.
Vibrationen der Anlage begrenzen: Bei der Installation die Waagerechte mit einer Libelle ausrichten (Abweichung ≤ 0,1 mm/m) und die Befestigung der Fundamentanker regelmäßig prüfen; sicherstellen, dass die Ausrichtungsabweichung zwischen Motor und Aggregatkupplung im zulässigen Bereich liegt.
Regelmäßiger Wechsel: Übliche Wellendichtringe sollten alle 1–2 Jahre gewechselt werden, Gleitringdichtungen alle 2–3 Jahre (oder alle 8000–10000 Stunden).
Ölqualität sicherstellen: Das Mischen von Schmierölen verschiedener Marken ist strikt zu vermeiden. Prüfen Sie die Ölqualität regelmäßig und wechseln Sie das Öl rechtzeitig, damit keine Verunreinigungen in die Wellenabdichtung gelangen und den Verschleiß beschleunigen.